Montag, 13. April 2015

2014 gelesene Bücher

Hey Leute!

Ja, endlich die bereits erwähnte Buchliste für 2014, hat auch lange genug gedauert...

Da ich schon lange mal wissen wollte wie viel ich tatsächlich so lese, hab ich mir 2014 mal alle Bücher notiert, die ich gelesen habe. Dass ich euch auch ein bisschen was darüber erzählen könnte, ist mir erst im Nachhinein eingefallen und dementsprechend war der Beitrag dank meinem schlechten Gedächtnis etwas zeitaufwändiger. Aber was lange währt...

1) Das Lied von Feuer und Eis 9 - Der Sohn des Greifen - George R. R. Martin
2013 hab ich nach langem Drängen meines besten Freundes endlich mit dem Lied von Feuer und Eis angefangen und war, obwohl zuerst skeptisch, schnell begeistert. Eigentlich hatte ich eine der üblichen Fantasy-Geschichten erwartet, aber die Buchreihe ist richtig, richtig gut und von vorn bis hinten einfach nur spannend.

2) Das Lied  von Feuer und Eis 10 - Ein Tanz mit Drachen - George R. R. Martin
Und dann war ich schon beim vorerst letzten Band der Reihe angelangt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende und jetzt geht das Warten auf den nächsten Teil los. Ich fürchte nur, bis es soweit ist, hab ich soviel wieder vergessen, dass ich die Bücher nochmal von vorne lesen muss. Naja, wir werden sehen, zu Weihnachten habe ich die zweite Staffel der Serie geschenkt bekommen, vielleicht erhält das die Erinnerung ja ein wenig. Aber bei so vielen Personen, Intrigen und Ränken verliert man irgendwann ein bisschen den Überblick. Nichtsdestotrotz ein klare Empfehlung von mir!

3) Schiffbruch mit Tiger - Yann Martel
Den Schiffbruch mit Tiger hab ich schon vor Jahren mal von meiner Mum zum Geburtstag bekommen, es aber nie wirklich geschafft mich zum Lesen aufzuraffen. Irgendwie kam immer wieder ein anderes, spannenderes Buch dazwischen. Als dann das Buch verfilmt wurde und jeder, inklusive meiner Mutter, vom Film begeistert war, kam ich nicht darum herum endlich mal das Buch zu lesen, zumal ich mir ja vorgenommen hatte, endlich mal die "Schrankleichen" abzuarbeiten. Ich fand die Geschichte nicht schlecht und auch recht spannend, aber halt auch arg realistisch. Ich lese zwar zwischendurch gern mal typische "Frauenromane" (nein, nein, nicht solche mit Muskelmännern mit wallendem Haar und einer leicht bekleideten Dame im Arm am Cover), aber die sollten dann zumindest witzig und unterhaltsam sein, so brutale Realität ist nicht so meines, genausowenig steh ich auf authentische historische Sachen. Empfehlen kann ich es durchaus, den Film werd ich mir aber nicht anschauen.

4) Heiße Liebe zum Dessert - Jennifer Cruisie & Bob Mayer
Und da kommt auch schon der Frauenroman zum Ausgleich. Witzig und ziemlich chaotisch, mit sympathischen Charakteren, vielleicht nicht immer besonders realistisch, aber durchaus unterhaltsam. Wer etwas nicht ganz so Anspruchsvolles für Zwischendurch sucht, ist hier genau richtig. Ich muss mal schauen, was die beiden Autoren sonst noch so geschrieben haben, immerhin brauche ich für 2015 Urlaubslektüre. :)

5) Irgendwann holt es dich ein - Jane Hill
Prinzipiell eine recht spannende Geschichte, nur leider ist die Protagonistin ziemlich nervig. Sie wurde als Kind gemobbt und ihre Familie war eher arm und darüber ist sie nie so richtig hinweggekommen. Stellenweise versinkt sie dermaßen in Selbstmitleid, dass man sie einfach nur schütteln möchte und auch ihr Mann ist keine große Hilfe, der lässt sie halt einfach machen und wartet größtenteils darauf, dass alles wieder gut wird. An sich eine gute Idee, nur die Ausführung ist nicht so optimal. Kann man lesen, muss man aber nicht.

6) Blinde Wut - Denise Nina
Ganz unterhaltsam für zwischendurch, hat mich jetzt aber leider nicht so nachhaltig beeindruckt. Man kann der Geschichte ganz gut folgen, auch wenn alles ein wenig verworren ist, aber das Ende ist dann doch ein wenig enttäuschend. Es geht um einen Mord, bei dem sich herausstellt, dass das Opfer wohl ein Doppelleben geführt hat, was die Ermittlungen nicht gerade einfacher macht. Irgendwie wurde ich aber leider nicht so recht warm mit den Charakteren.

7) Trigger - Wulf Dorn
Okay, hier haben eine echt spannende Geschichte die von vorn bis hinten gut durchdacht ist. Ob die menschliche Psyche wirklich so funktioniert, kann ich als Laie nicht sagen, der Autor gibt sich aber größte Mühe alles schlüssig zu erklären. Es geht um eine Psychiaterin, die mit einem seltsamen Fall konfroniert wird, welcher sich aber am nächsten Tag scheinbar in Luft aufgelöst hat. Als sie der Sache nachgeht, gerät sie selbst ins Visier des schwarzen Mannes, von dem ihre Patienin gesprochen hatte. Richtig, richtig spannend und nichts für schwache Nerven, auch das Ende ist nicht gerade harmlos, von mir aber auf jeden Fall eine Empfehlung!

8) Muss ich denn schon wieder verreisen - Evelyn Sanders
Auch so ein Frauenroman, leider nicht mein Fall. Das Leben der Hauptperson plätschert so vor sich hin, aber es ist mehr so eine Art Reisebericht-Lebensgeschichte ohne dass sich eine wirkliche Story entspinnt, die man zu Ende lesen möchte. Hauptsächlich geht es um die Israel-Gruppenreise der Protagonistin und klar, bei Gruppenreisen trifft man auf so manch schrägen Charakter, aber sowohl die Hauptperson als auch ihre beste Freundin sind stellenweise einfach nur zum Fremdschämen und der Rest der Reisegruppe macht nicht unbedingt einen besseren Eindruck, mir persönlich dann doch zu seicht.

9) Teufelsleib - Andreas Franz
Das erste einer Reihe von Büchern dieses Autors, die ich 2014 gelesen habe. Weiß gar nicht mehr, wie das in meinen Besitz kam, es hat mich aber so überzeugt, dass ich mir noch ein paar zugelegt habe. Hier geht es um einen Serienmörder, der es auf Frauen einer bestimmten Kirchengemeinde abgesehen hat. Zuerst scheinen sie aber nur eine Gemeinsamkeit zu haben, und zwar, dass alle von ihnen heimlich als Prostituierte arbeiten. Kommisar Peter Brandt macht sich auf die Spur des Serienmörders und wird dabei des öfteren von seiner Freundin und Staatsanwältin Elvira Klein unterstützt. Kein Weltklasse-Buch, aber durchaus spannend.

10) Jung, blond, tot - Andreas Franz
Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in Frankfurt und Kommisarin Julia Durant wird hinzugezogen um den Täter zu schnappen. Frau Durant trinkt und raucht zuviel, isst gerne und ist eigentlich ziemlich einsam. Das macht sie irgendwie sympathisch und man drückt ihr die Daumen, dass sie es schafft den Mörder zu finden. Spannend, aber nichts für schwache Nerven.

11) Teuflischer Sog - Clive Cussler & Jack du Brul
Bei Clive Cussler weiß ich mittlerweile (egal mit wem sonst das Buch verfasst wurde) was mich erwartet: ein Buch wie ein Actionfilm. Eine spannende Geschichte mit Charakteren für die keine Herausforderung zu groß zu sein scheint. Hier ist es Juan Cabrillo und die Besatzung des Spezialschiffs Oregon, die einen zuerst eher einfach klingenden Auftrag annehmen, der aber bald aufwändiger und umfangreicher wird als erwartet.

12) Es soll Liebe sein - Kate Saunders
Mal wieder ein typischer Frauenroman. Cassie soll für die Söhne ihrer leukämiekranken Freundin und Ziehmutter Phoebe Freundinnen finden. Klingt leichter als es ist, es kommt zu romantischen Verwicklungen und Missverständnissen und natürlich soll es nicht irgendeine Frau sein, sondern die Richtige. Recht unterhaltsam, wenn auch nicht besonders tiefgründig, meiner Meinung nach eher Urlaubslektüre für zwischendurch.

13) Kaltes Blut - Andreas Franz
Dieses Buch und die folgenden vier hatte ich mir als Box zugelegt und in allen fünf geht es wieder um Frau Durant und ihre Fälle. Gleich im ersten wird einem ein ziemlicher Klischee-Eintopf serviert und ich muss sagen, das wäre nicht nötig gewesen. Das Buch war zwar recht spannend, aber es gibt definitiv bessere.

14) Das Verlies - Andreas Franz
Hier geht es auf den ersten Blick mal nicht um Mord, sondern um einen Vermissten. Im Laufe der Ermittlungen tauchen jedoch schnell die ersten Leichen auf und der Vermisste ist nur halb so viel Opfer wie er der Polizei gern glauben machen würde. Dass er seine Frau schlägt und betrügt, kommt noch hinzu. Gefiel mir ganz gut.

15) Teuflisches Versprechen - Andreas Franz
Hier geht es hautpsächlich um Frauenhandel und damit zusammenhängende Verbrechen, einigermaßen spannend, hat mich jetzt aber nicht so in seinen Bann gezogen. Was auch ein wenig nervt, ist die ewige Herumreiterei auf -alle Reichen und Mächtigen stehen über dem Gesetz und können sich durch Beziehungen und Geld aus der Affäre ziehen, egal was sie getan haben-. Klar, das kommt sicher vor, aber meiner Meinung nach übertreibt es der Autor damit ein wenig.

16) Tödliches Lachen - Andreas Franz
Irgendjemand scheint es diesmal direkt auf Frau Durant abgesehen zu haben. Sie bekommt Bilder und Videos von ermordeten Frauen und den Morden selbst. Das geht ziemlich an die Substanz und es hätte meiner Meinung nach nicht ganz so viele, ausführliche Schilderungen der Morde gebraucht, aber gut. Was der Mörder damit bezwecken will, kommt erst am Schluss heraus. Nichts für schwache Nerven, aber nicht schlecht.

17) Das Todeskreuz - Andreas Franz
Eine ermordete Staatsanwältin, die auf den ersten Blick ein untadeliges Leben zu führen schien und trotzdem Opfer eines Ritualmordes wurde. Bei näherem Betrachten geraten sowohl ihre Haushälterin als auch ihre Tochter unter Verdacht und auch in der Vergangenheit der Anwältin gibt es Ungereimtheiten. Hier sind Julia Durant und Peter Brandt gemeinsam mit den Ermittlungen beschäftigt, was ganz unterhaltsam ist. Gefiel mir wieder ganz gut.

18) Mörderische Tage - Andreas Franz
Ich halte ja generell wenig von Klappentexten, da mir die meistens zu wenig aussagekräftig sind. Der hier hat genau das gegenteilige Problem, er verrät einem etwas, das erst nach ca. 300 Seiten passiert. Natürlich wartet man dann die ganze Zeit auf das Eintreffen des genannten Ereignisses und wundert sich, dass es immer noch nicht so weit ist. Die Geschichte ist soweit ganz in Ordnung, sieht man mal von der Anhäufung superintelligenter, superreicher Personen ab, die überall zur Zierde herumstehen und am Ende einem der Ermittler in Erinnerung rufen, dass er ja eigentlich auch superintelligent ist und ganz leicht herauskriegen kann wer der Täter ist. Durch die ständige Übertreibung etwas enttäuschend.

19) Nachtschrei - Jeffery Deaver
Eine richtig gute und fesselnde Geschichte von Jeffery Deaver, dessen Bücher ich generell sehr gerne lese. Die Polizistin Brynn McKenzie geht mitten in der Nacht einem möglichen Notruf aus einem einsamen Ferienhäuschen mitten in der Pampa nach. In dem Ferienhaus findet sie zwei Tote und eine Augenzeugin des Mordes. Ehe die beiden sich in Sicherheit bringen können, sind auch schon die Mörder hinter ihnen her und eine Verfolgungsjagd durch die Wildnis beginnt. Es gibt einige unerwartete Wendungen und die Spannung lässt kaum mal für eine Sekunde nach. Ein großartiges Deaver Buch das ich nur ungern aus der Hand gelegt habe.

20) Divergent - Veronica Roth
Divergent und Insurgent hatte ich 2013 mal zufällig günstig gekauft und wollte sie eigentlich verschenken, hab sie dann aber im Zuge des "Schrankleichen"-Projektes selber gelesen und so gut gefunden dass ich mir auch noch den dritten Teil zugelegt habe. 
Die Geschichte spielt im Chicago der Zukunft und die Bevölkerung ist in sogenannte Fraktionen unterteilt. Es gibt Abnegation (die Selbstlosen), Amity (die Friedlichen), Candor (die Ehrlichen), Dauntless (die Mutigen) und Erudite (die Intelektuellen) und jeder Jugendliche muss sich im Jahr seines 16. Geburtstages für eine der Fraktionen entscheiden. Vor dieser Entscheidung werden alle einer Art Eignungssimulation unterzogen. Bei der Hauptperson des Buches, Tris, funktioniert dieser Test nicht und sie erfährt, dass sie für mehrere Fraktionen geeignet ist, dies aber niemandem sagen darf. Tris entscheidet sich dann gegen ihre Abnegation-Familie und geht zu den Dauntless, wo sie zahllose Tests und hartes Training erwarten. Natürlich ist nicht alles schön und gut in dieser absonderlichen Welt und Tris kommt einer Verschwörung auf die Spur. Spannende Geschichte in einem ungewöhnlichen Setting, die mich schnell in ihren Bann gezogen hatte.
Den Film werd ich mir hier aber auch nicht so schnell anschauen, da ich weiß dass ich mich bei sowas meistens nur ärgere, weil der Film zu sehr vom Buch abweicht. Hier war ich außerdem sehr irritiert, als ich zum ersten Mal das deutsche Buch in der Hand hatte, im Deutschen heißen die Fraktionen nämlich Altruan, Amite, Candor, Ferox und Ken. Warum man bezeichnende englische Begriffe in (meiner Meinung nach) sinnfreie Wörter umbasteln musste, entzieht sich meiner Kenntnis.

21) Insurgent - Veronica Roth
Die Geschichte um Tris und ihren Mentor und Geliebten Tobias/Four geht weiter. Die Verschwörung zieht weitere Kreise und zwischen den einzelnen Fraktionen sowie den Fraktionslosen gibt es schwere Differenzen die, so scheint es, nicht so schnell aus der Welt geschafft werden können. Außerdem tut sich die Frage auf, was eigentlich außerhalb des Stadtgebietes liegt.

22) Sternwanderer - Neil Gaiman
Hier habe ich ausnahmsweise mal den Film vor dem Buch gekannt und finde beides sehr gelungen. Den Film kann ich euch (sofern ihr ihn noch nicht gesehen habt) sehr ans Herz legen, beim Buch war ich etwas überrascht darüber, dass es so dünn ist. Außerdem ist der Schreibstil sehr eigen und hält sich nicht mit ausufernder Beschreibung auf. Es gibt wesentliche Unterschiede zum Film, allerdings stört mich das hier ausnahmsweise gar nicht.

23) Allegiant - Veronica Roth
Und hier haben wir den letzten Teil der Divergent-Trilogie. Tris und ihre Freunde verlassen mehr oder weniger freiwillig die Stadt und finden heraus, was es mit ihrer Gesellschaft auf sich hat. Es bleibt spannend bis zum Schluss und das Ende hat mich ziemlich überrascht. Nach den drei Bänden ist wohl noch ein Buch herausgekommen mit Fours/Tobias Geschichte, das hab ich aber nicht gelesen. Ich bin noch unschlüssig, ob ich das noch nachhole, oder ob ich die Geschichte hier als beendet ansehe. Warum? Kann ich euch nicht sagen, sonst wisst ihr wie das Buch ausgeht. ;)

24) Alle Frauen sind Freaks - Anja Egger
Eine Sammlung "wahrer" Geschichten über diverse Frauen, von seltsam bis eklig war alles dabei. Mal was für zwischendurch, aber nicht so spannend oder unterhaltsam, dass ich es weiterempfehlen würde.

25) Castello Cristo - Arno Strobel
Wer Dan Browns Illuminati mochte, wird auch dieses Buch ganz unterhaltsam finden. Es geht um eine Mordserie in Rom, bei der der Kreuzweg Jesu nachgestellt wird. Spannend und temporeich dadurch dass die Geschichte sich nur über ein paar Tage zieht, gut recherchiert, aber nicht unbedingt innovativ. Fällt für mich eher in die Kategorie -für zwischendurch- und die 320 Seiten hat man auch bald gelesen.

26) Todesreigen - Jeffery Deaver
Kurzgeschichte sind immer so eine Sache, manche Autoren haben ein Händchen dafür, andere wiederum nicht, auch wenn das immer ein wenig vom Geschmack des Lesers abhängt. Die von Jeffery Deaver in diesem Buch fand ich sehr gelungen, würde aber empfehlen nicht alle in einem Zug zu lesen, sonst kann es sein dass einem die "überraschende Wendung" kurz vor dem Schluss jeder Geschichte etwas auf die Nerven geht.

27) Betrogen - Sandra Brown
Von Sandra Brown hatte ich schon öfter mal ein Buch in der Hand, zum Kaufen und Lesen hat es aber irgendwie nie gereicht. Dieses hier kam über einen ausgemisteten Bücherstapel aus der Verwandtschaft zu mir und gefiel mir ziemlich gut. Es geht um Zwillingsschwestern, die für einen Abend die Rollen tauschen, leider wird genau an dem Abend eine der beiden umgebracht. Warum, wieso und weshalb kommt im Laufe des Buches ans Tageslicht und auch das Ende war dann recht überraschend. Die Autorin werde ich mir auf jeden Fall auch merken, vielleicht hat sie ja noch andere ähnlich gute Bücher geschrieben.

28) Ich weiß du bist hier - Laura Brodie
Auch wenn das Buch recht interessant anfängt, hat es mich im Laufe der Geschichte immer mehr geärgert. Klar soll bis zum Schluss nicht rauskommen ob dieser Kerl (der vermutlich verstorbene Ehemann der Hauptperson) noch lebt oder nicht, aber das ganze Hin und Her ging mir bald auf die Nerven. Zugegeben, ich bin vielleicht mit der falschen Einstellung an die Sache herangegangen, ich hatte mir so eine Art Mystery-Thriller erwartet und kein "Tod eines Angehörigen-Bewältigungsbuch" aber trotzdem fand ich es weniger gelungen. Vorallem, weil man im Laufe des Buches draufkommt, dass hier zwei Menschen zusammengelebt haben, die eigentlich ziemlich unglücklich waren. Aber statt etwas dagegen zu unternehmen, versinken beide im Selbstmitleid, bis es dann eines Tages zu spät ist. Selbstfindung, schön und gut, aber wenn man die Protagonisten so unbeholfen agieren lässt, einfach nur nervig.

29) Feuerzeit - Jeffery Deaver
Ein Brandstifter in Hell's Kitchen und ein Dokumentarfilmer der sich auf die Jagd nach selbigem macht. Klingt eigentlich spannend, zieht sich aber ziemlich, vorallem, wenn man jetzt nicht gerade auf historische Rückblicke steht. Es gibt schlechtere Bücher, aber von diesem Autor gibt es definitiv bessere.

30) Ein tödlicher Plan - Jeffery Deaver
Ich mag Jeffery Deavers Bücher und die meisten davon, die ich bisher gelesen habe, waren richtig, richtig gut! Dieses hier fand ich leider ein bisschen mau. Die Hauptperson war zwar ganz sympathisch, die Geschichte an sich zog sich aber leider ziemlich und war generell eher belanglos.

31) Warum die Uhr stehenblieb als Opa starb - Bernd Harder
Mal eine Art "Sachbuch" zwischendurch. Der Titel klang interessant, im Endeffekt stand aber jetzt nichts wirklich Neues oder Weltbewegendes drin. Es ging halt um, mehr oder weniger, übersinnliche Phänomene. Am Anfang jedes Kapitels gab es ein paar kurze Absätze von "Betroffenen" und anschließend die mögliche wissenschaftliche Erklärung dafür. Für mich ist das eigentlich kein Buch, sondern mehr eine Art gut vermarktete Literaturrecherche.

32) Sie - Stephen King
Ich mag Stephen King- Bücher echt gern, die etwas weniger realistischen finde ich aber meistens eine Spur besser. "Sie" kommt ganz ohne Fantasy-Elemente aus, war aber trotzdem spannend. Es geht um einen Autor, der einen Autounfall irgendwo im Nirgendwo hat und bei seinem Erwachen feststellen muss, dass er vom größten Fan seiner Misery-Bücher gepflegt und leider auch festgehalten wird. Denn Annie Wilkes ist nicht einverstanden damit, dass die Titelheldin ihrer Lieblingsbücher stirbt und zwingt den Autor, die Dinge richtigzustellen. Stephen King-typische Einblicke in die menschlichen Abgründe sind hier garantiert und gute Nerven Voraussetzung um das Buch bis zum Ende zu lesen.

33) Trucker, Wühler, Flügel-Die Schlacht der Nomen - Terry Pratchett
Ein Buch, das ich wohl nicht gelesen hätte, wenn sich die lokale Terry Pratchett Live-Hörspiel-Gruppe nicht dazu entschlossen hätte es aufzuführen. Das Buch gefiel mir sehr gut, auch wenn es ein völlig anderes Setting als z.B. die Scheibenweltromane darstellt. Die Aufführung war witzig wie eh und je, nur leider schien man sich diesmal etwas bezüglich des Zeitaufwandes verschätzt zu haben, insofern wurde am Ende recht viel gekürzt und es fehlten ein paar (meiner Meinung nach essentielle) Stellen. Das Buch kann ich aber auf jeden Fall empfehlen, auch wenn der Titel etwas irreführend ist. Es geht um ein Gnomenvolk das auf der Suche nach seiner Heimat ist und lässt einen die Dinge mal aus einer ganz anderen Perspektive sehen.

34) Der Fürst der Finsternis - Anne Rice
Früher hab ich Anne Rice Bücher regelrecht verschlungen, irgendwann gingen mir aber die ewigen Beschreibungen ziemlich auf die Nerven. Die Geschichte von Lestat wollte ich aber trotzdem irgendwann ganz lesen, insofern durften die Bücher mit, als ich sie mal irgendwo günstig kaufen konnte. Die Geschichte ist interessant, mir aber im Großen und Ganzen ein wenig zu historisch, wenn einem sowas allerdings gefällt, durchaus empfehlenswert.

35) Messias - Ralf Isau
Lang, lang ist es her, dass mir Ralf Isau (in Form eines seiner Bücher) zum ersten Mal begegnet ist. Und dieses erste Buch hat mich maßlos enttäuscht, war doch plötzlich das Buch zuende, die Geschichte aber noch nicht. Tja, mit 11 wusste ich mit dem Wort Trilogie noch nichts anzufangen und da die lokale Bücherei die restlichen Bände nicht hatte, kam ich gar nicht auf die Idee, dass die Geschichte irgendwie weitergehen könnte. Das damalige Buch war -Die Träume des Jonathan Jabbok- und seitdem war Ralf Isau für mich ein Autor, der seine Geschichten nicht zu Ende schreibt. Irgendwann begegnete mir dann aber doch wieder ein Buch von ihm, das spannend klang, und so gab ich ihm noch eine Chance (ich glaube es war -Die Dunklen-) und habe es nicht bereut. Auch dieses Buch war eine angenehme Lektüre, spannend und unterhaltsam zugleich.
Die Geschichte spielt in einem irischen Dorf, in dessen Kirche eines Tages ein Mann wie aus dem Nichts auftaucht und die typischen Kreuzigungsmale trägt. Die Kirche schickt daraufhin eine Art Ermittler aus, der sich die Sache genauer ansehen soll und dabei auch mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, immerhin leben in dem Dorf auch sein Vater, seine ehemalige Geliebte und seine Tochter. Wer Ralf Isaus Werke kennt, weiß bereits, dass er sich nicht immer zu hundert Prozent an die Realität hält und mitunter schon einmal fantastische Dinge passieren können. So ist es auch hier, und all jenen, die so etwas stört, würde ich das Buch nicht empfehlen. Wer aber das ein oder andere Wunder akzeptieren kann, ist hiermit durchaus gut beraten.

36) Todesmarsch - Stephen King
Ja, Stephen King lese ich auch ganz gerne, Todesmarsch war wieder ein Buch, das weitgehend realistisch ist. Es spielt in den USA, irgendwann in der Zukunft, und einmal jährlich marschieren 100 junge Männer in den Tod. 100? Nein, 99, denn den letzten von ihnen erwarten Reichtum und Ruhm, er muss es nur schaffen, länger als die anderen zu marschieren. Wer stehen bleibt, wird erschossen, ebenso wer versucht zu fliehen. Einerseits eine erschreckende Vision einer möglichen Zukunft, andererseits ein Blick zurück in die Vergangenheit. Stephen King schafft es wieder einmal, die Abgründe der menschlichen Psyche aufzuzeigen und man ist hin und hergerissen. Einerseits möchte man sehen wie der Hauptcharakter überlebt, andererseits müssen dafür alle anderen sterben und sobald man sie ein bisschen näher kennt, möchte man auch das nicht. Spannend bis zum Schluss.

37) Blackout - Marc Elsberg
Okay, hier haben wir mal ein richtig geniales Buch, absolut empfehlenswert! Wäre vollkommen an mir vorübergegangen, wenn mein Freund nicht regelmäßig die Wissenschaftsbeiträge auf oe1 hören würde. Was passiert ,wenn in ganz Europa der Strom ausfallen würde? Dieses Buch schafft es, diese Situation sowohl realistisch als auch spannend zu schildern und führt einem mal vor Augen wie abhängig wir eigentlich von Elektrizität sind und für wie selbstverständlich wir es nehmen, dass selbige einfach so immer und überall verfügbar ist. Habe ein weiteres Exemplar hiervon zu Weihnachten verschenkt und auch der Beschenkte war begeistert.

38) Die Königin der Verdammten - Anne Rice
Noch ein Anne Rice Buch und auf dieses war ich recht gespannt, da ich wissen wollte, wie sehr es mit dem Film übereinstimmt. Tja, irgendwie hat man beim Film die zweite Hälfte des Buches beinahe vollständig weggelassen, was ich einerseits verstehe, andererseits schade finde, weil der Film so mehr eine Ansammlung schöner Bilder als eine tatsächliche Geschichte ist. Das Ende des Buches war ausgesprochen wenig überraschend aber naja, man kann ja nicht immer alles haben. Pandoras Geschichte wartet noch auf mich, aber erstmal brauch ich ein bisschen Pause von Anne Rice.

39) Bartimäus - Das Auge des Golem - Jonathan Stroud
Das Auge des Golems hab ich vor einiger Zeit mal von meiner Schwester geschenkt bekommen und konnte mich irgendwie nie so recht dazu aufraffen, es mal zu lesen (ja, immer die gleiche Leier hier...). Zum einen war es der zweite Teil der Reihe, zum anderen klang der Text auf der Rückseite einfach nicht so überzeugend. Tja, so kann man sich irren, hinter dem eher belanglosen Text verbirgt sich ein wahnsinnig witziges und spannendes Buch. Gut, ich hab ein totales Faible für Fantasygeschichten die in der Gegenwart oder nahen Zukunft bzw. einer unserer Welt sehr ähnlichen Paralleldimension spielen, aber mit dem Dschinn Batrimäus um den es hauptsächlich geht, funktioniert die Geschichte selbst in anderen Zeitaltern. Ich hab mir danach natürlich auch noch die restlichen Bände der Reihe gekauft, muss aber sagen dass mir dieser hier mit Abstand am besten gefallen hat.

40) Congo - Michael Crichton
Zwischen Magie und Übersinnlichem mal ein ziemlich realistisches Buch. Es geht um eine Expedition in den akfrikanischen Dschungel, bei der das Expeditionsteam einerseits das verschollene Vorgängerteam wieder auftreiben und andererseits eine bestimmte Art Edelstein finden soll. Die Steine werden für Microchips benötigt und dadurch erfährt man einiges über die Computertechnik der späten 70er Jahre und im Zuge der Expedition kommt auch das Thema Landvermessung nicht zu kurz. Mehr oder weniger zufällig ist auch ein Gorillaforscher und sein "Forschungsobjekt" Amy mit von der Partie und der Leser erfährt so einiges über Gorillas und die Verständigung mit Primaten allgemein. Der Weg durch das Congo-Gebiet ist beschwerlich und stellt das Team vor so manche Herausforderung, das Gorillaweibchen Amy sorgt aber für Abwechslung und lockert das Ganze ein wenig auf. Sehr interessant zu lesen, auch wenn mir das Ende dann ein wenig zu abrupt vorkam.

41) Bartimäus - Das Amulett von Samarkand - Jonathan Stroud
Nachdem ich Bartimäus und Nathanael schon kennengelernt hatte, wollte ich natürlich wissen, wie alles überhaupt so gekommen ist. Leider ist der Magier Nathanael in diesem Band noch ziemlich unbeholfen und unreif und, obwohl gut und realistisch beschrieben, stellenweise einfach nur nervig. Batrimäus reißt es zwar immer wieder heraus und insgesamt ist das Buch trotzdem noch recht gut, aber das zweite gefiel mir einfach besser.

42) Bartimäus - Die Pforte des Magiers - Jonathan Stroud
Okay, das war leider für mich das schlechteste Buch der Reihe. Zwar spannend, aber sowohl Bartimäus als auch Nathanael ziehen einen hier ziemlich runter. Man erfährt zwar so einiges über Bartimäus' Vergangenheit und Nathanael wird erwachsen und erkennt, dass sein Leben sich nicht in die Richtung entwickelt, in die er möchte, aber man hat so ein bisschen das Gefühl dass beide ein wenig auf dem Zahnfleisch kriechen. Kitty Jones ist eine nette Abwechslung, aber dieser Teil ist wesentlich ernster als die vorhergehenden und hat mich jetzt nicht ganz so begeistert.

43) Bartimäus - Der Ring des Salomo - Jonathan Stroud
Dass es sich hier nicht um den vierten Teil der Nathanael-Geschichte, sondern um die Vorgeschichte von Bartimäus handelt, fiel mir erst auf, als ich anfing das Buch zu lesen. Für gewöhnlich steh ich ja nicht so auf historische Romane, aber da der Autor sich hier nicht auf Authentizität versteift und Bartimäus zu seiner alten Form zurückfindet, gefiel mir dieser Teil doch sehr gut. Vorerst war es das wohl mit Bartimäus, aber ich werde bei Gelegenheit mal schauen was es von dem Autor noch so gibt.

Blau markierte Bücher waren auf Englisch, alle anderen auf Deutsch.
Da ich zu Weihnachten ein paar Bücher gekriegt habe und bei den Weihnachtseinkäufen auch noch ein paar in die Tasche gefallen sind, geht mir der Lesestoff so schnell nicht aus. Fürs Erste notiere ich mir mal alle 2015 gekauften Bücher, konzentriere mich aber nach Möglichkeit auf die bereits vorhandenen, ungelesenen.

Kommentare:

  1. Wow, da hast du ja fast jede Woche ein Buch geschafft. Ich schaffe im Jahr maximal 5 Bücher, meistens jedoch nur 1-2 xD

    1) Lied von Eis und Feuer
    Hab Band 1-4 auf Englisch gelesen. Anfangs hat mich das richtig gefesselt, doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr Probleme hatte ich mit den Charakteren und Handlungssträngen klar zu kommen. Ich hab das Buch am Anfang von Band 4 bei Seite abgebrochen. Vielleicht lese ich die Reihe nochmal auf Deutsch, ansonsten genieße ich die Serie.
    Die Story an sich fesselt mich, aber ich mag den Schreibstil nicht soooo. Er vertieft sich in Details an Stellen, die mich null interesieren und da wo ich Details haben will macht er sie nicht >.< Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass R. R. Martin die epischste und tollste Geschichte des Universums schreiben möchte und deswegen einfach alles in den Pott wirft. Mittlerweile ist mir das Werk einfach zu episch, magisch und überladen - Und ich raste aus, denn Daenerys immer noch nicht in Westeros ist!

    20) Divegent klingt echt ganz interessant. Die Übersetzzung scheint aber echt für'n A**** :D Entweder hätte man die Fraktionen so lassen doer eindeutschen sollen aber das is doch Banane! Wie war das vom Sprachniveau her so? Ich bemühe mich das meiste auf Originalsprache zu lesen.

    25) Ja, das klingt in der Tat wie Illuminati 2.0...

    34) Meine Rede. Ich kam damit nicht klar und habs weggelegt... Warum wohl? Beschreibung, Beschreibung, Beschreibung, Historik. NEXT!


    P.S. Romane mit muskelbepackten Männern, die ein Frau in den Armen halten fasse ich erst gar nicht an xD Da weiß ich schon was mich erwartet...

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  2. Naja, ich "verschwende" auch wahnsinnig viel Zeit mit Lesen, also kein Wunder dass da was weitergeht. Außerdem kommen pro Arbeitstag noch 30-50 Minuten Lesezeit in der Straßenbahn dazu. :)

    Also auf Englisch wäre mir das Lied von Eis und Feuer zu komplex, gerade bei so vielen Personen, Orten und Eigennamen. Ich glaub da würde ich recht bald aussteigen. Generell hab ich ja so meine Probleme damit, wenn zuviele Personen vorkommen.
    Ja, es wird mittlerweile schon ziemlich episch, da hast du recht. Mal schauen ob wir das Ende der Geschichte noch erleben.
    Soll ich dir jetzt verraten ob se schon dort ist, oder lieber doch nicht? ;)

    Ganz meine Meinung was die Übersetzung anbelangt! Divergent war angenehm zu lesen, fand ich. Recht einfach geschrieben aber ohne ins Kindergarten-Englisch abzudriften. Auf amazon könntest du aber einen Blick ins Buch werfen um dir selbst ein Bild zu machen.

    Die Beschreibungen bei Anne Rice gehen so zwischendurch ja, aber dann alles noch im historischen Kontext... Nö. Die Königin der Verdammten war da unterhaltsamer. Bin mal gespannt wie Pandora dann so ist bzw. wie lange ich das noch vor mir herschiebe :)

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  3. In der Bahn hab ich einfach nicht die ruhe zum lesen. An manchen Tagen ist das Kindergarten-Express und Nachmittags ist die Bahn voller Jugendlichen... Da heißt es: Kopfhörer, Vol. 8, Augen zu.

    Ja, das Lied von Eis und Feuer war vom Sprachniveau ganz okay. Mich hat die Anzahl der Charaktere genervt und manchen Sarkasmus kriegt man als nicht-Muttersprachler einfach nicht mit. Ich werd wohl ein Jahr warten müssen bis ich Staffel 5 im TV gucken kann -.- Määäh!

    Mein Englisch ist schon recht flott (B2 / C1) aber Bandwurmsätze und sphärische Beschreibungen gehen mir im Englischen bedeutend mehr auf den Keks als im Deutschen. Herr der Ringe war auf Englisch noch viel schlimmer als auf Deutsch. Ich bin beim Deutschen übrigens nach Seite 150 oder so weggepennt...

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    1. Oh yeah, bei uns ist das morgens Grundschul-Express und irgendwann kommt der Tag an dem ich die kleinen Monster frage, ob sie sich auch in normaler Lautstärke unterhalten können. Nachmittags krieg ich dann meist die nächsthöhere Schule ab, die sind meistens genauso dämlich aber, wenn ich Glück habe, wenigstens leiser und steigen bei der Hälfte der Strecke wieder aus. :)

      Ich bin erst bei Staffel 2 und leg mir die weiteren so nach und nach zu, wenn ich sie mal günstig irgendwo sehe. Läuft ja nicht weg. :)

      Hm, Herr der Ringe ist bei mir schon sooo ewig her, ich weiß gar nicht mehr richtig wie der war. :D Sollte ich vielleicht noch mal lesen. Auf Englisch hab ich das gar nie probiert, wär möglicherweise auch mal interessant. Naja, fürs Erste hab ich ja noch ein paar Bücher. :)

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    2. Ich glaub das kannst du bei Generation YOLO echt vergessen. DIe hören lauter Musik als ich und habens an den Ohren :D

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